<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Der Fall Nokia</title>
	<atom:link href="http://kingnils.de/wordpress/2008/01/22/der-fall-nokia/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://kingnils.de/wordpress/2008/01/22/der-fall-nokia/</link>
	<description>corporate communication &#124; social media &#124; impact</description>
	<lastBuildDate>Fri, 27 Aug 2010 14:12:55 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Nils König</title>
		<link>http://kingnils.de/wordpress/2008/01/22/der-fall-nokia/comment-page-1/#comment-8</link>
		<dc:creator>Nils König</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 14:25:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kingnils.de/wordpress/?p=22#comment-8</guid>
		<description>@Matthias
ich denke, dass da die Globalisierung noch zu oft missverstanden wird. Viele Fakten werden der Globalisierung in die Schuhe geschoben, ohne dass sie eigentlich damit zu tun hat. Im Gegenteil ist Globalisierung in fast allen Fällen lediglich ein Indikator für absteigende nationale Industrien oder Berufszweige. Am besten kann man dies an der im derzeitigen Wahlkampf so oft zitierten amerikanischen Autoindustrie ablesen. Dort wird die Globalisierung für die Massenentlassungen der letzten Jahrzehnte verantwortlich gemacht. Andererseits sehen wir den technischen Fortschritt der uns immer noch erlaubt, Autos in Industrieländern zu bauen. Als Konsequenz heißt das doch nur, dass auch ohne Globalisierung - selbst ohne Freien Handel - die Industrie heute kaum anders aussehen würde, da mit geringer Verzögerung die reine Technisierung der Produktion eben denselben Effekt gehabt hätte. Auf der Mikroebene führt dies natürlich zu Problemen für Menschen, Familien und Regionen - auf der Makroebene würde das aber bedeuten, den Fortschritt aufhalten zu wollen. 
Eingerostete Sozialsysteme sind sicherlich für das gesamte System von Nachteil und können die Situation verschlimmern, aber sehe ich die Ursache dafür eher in anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Andererseits gebe ich Ihnen Recht, dass sich endlich ein Standard für &quot;Corporate Social Responsibility&quot; durchsetzen sollte. Dann würden die Diskussion zumindest wesentlich entspannter ablaufen, weil Langzeiteffekte (z.B. jetzt Abfindungen) besser bedacht würden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Matthias<br />
ich denke, dass da die Globalisierung noch zu oft missverstanden wird. Viele Fakten werden der Globalisierung in die Schuhe geschoben, ohne dass sie eigentlich damit zu tun hat. Im Gegenteil ist Globalisierung in fast allen Fällen lediglich ein Indikator für absteigende nationale Industrien oder Berufszweige. Am besten kann man dies an der im derzeitigen Wahlkampf so oft zitierten amerikanischen Autoindustrie ablesen. Dort wird die Globalisierung für die Massenentlassungen der letzten Jahrzehnte verantwortlich gemacht. Andererseits sehen wir den technischen Fortschritt der uns immer noch erlaubt, Autos in Industrieländern zu bauen. Als Konsequenz heißt das doch nur, dass auch ohne Globalisierung &#8211; selbst ohne Freien Handel &#8211; die Industrie heute kaum anders aussehen würde, da mit geringer Verzögerung die reine Technisierung der Produktion eben denselben Effekt gehabt hätte. Auf der Mikroebene führt dies natürlich zu Problemen für Menschen, Familien und Regionen &#8211; auf der Makroebene würde das aber bedeuten, den Fortschritt aufhalten zu wollen.<br />
Eingerostete Sozialsysteme sind sicherlich für das gesamte System von Nachteil und können die Situation verschlimmern, aber sehe ich die Ursache dafür eher in anderen gesellschaftlichen Bereichen.<br />
Andererseits gebe ich Ihnen Recht, dass sich endlich ein Standard für &#8220;Corporate Social Responsibility&#8221; durchsetzen sollte. Dann würden die Diskussion zumindest wesentlich entspannter ablaufen, weil Langzeiteffekte (z.B. jetzt Abfindungen) besser bedacht würden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://kingnils.de/wordpress/2008/01/22/der-fall-nokia/comment-page-1/#comment-7</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 13:55:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kingnils.de/wordpress/?p=22#comment-7</guid>
		<description>Mutig, dass Sie dieses Thema angehen. Zu unterscheiden wäre in meinen Augen die Mikro- von der Makroebene.

Die Mikroebene betrifft Bochum und die im Werk beschäftigten Menschen. Welche Perspektive gibt es da? Im strukturschwachen Ruhrgebiet dürfte der Verlust von 2000 Arbeitsplätzen schwer aufzufangen sein. Ich bin geneigt, das Vorgehen von Nokia auf dieser Ebene als unmoralisch einzustufen. Warum muss ein funktionierendes Werk nach nur 10 Jahren Betrieb geschlossen und an einem anderen Standort völlig neu aufgebaut werden?

Die Makroebene berührt Ihre Ausführungen. Ein einzelnes Land kann in diesem globalen Kontext nicht viel machen. Das Werben um Werksansiedlungen und die Vergabe von Subventionen muss aufhören. Hier schneiden sich alle Staaten nur ins eigene Fleisch. Eine Industrieansiedlung ist heute nicht mehr das, was sie im 19. Jahrhundert war - ein Werk für die Ewigkeit. Und Konzerne wie Nokia sind vermutlich fast schon gezwungen, an diesem Rad mitzudrehen, weil es die Wettbewerber weltweit auch tun. Nokia kann es nicht egal sein, sollte beispielsweise Samsung ein Werk in China mehr oder weniger geschenkt bekommen. Ein einzelner Fall verändert da schon die Kalkulation einer ganzen Branche. 

Vordergründig profitieren die Verbraucher, weil die Konsumgüter immer billiger werden. Tatsächlich aber wird die Preisentwicklung von einem ruinösen Standortwettberb angeheizt, der weder stabile Beschäftigungsverhältnisse, noch funktionierende Sozialsysteme schafft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mutig, dass Sie dieses Thema angehen. Zu unterscheiden wäre in meinen Augen die Mikro- von der Makroebene.</p>
<p>Die Mikroebene betrifft Bochum und die im Werk beschäftigten Menschen. Welche Perspektive gibt es da? Im strukturschwachen Ruhrgebiet dürfte der Verlust von 2000 Arbeitsplätzen schwer aufzufangen sein. Ich bin geneigt, das Vorgehen von Nokia auf dieser Ebene als unmoralisch einzustufen. Warum muss ein funktionierendes Werk nach nur 10 Jahren Betrieb geschlossen und an einem anderen Standort völlig neu aufgebaut werden?</p>
<p>Die Makroebene berührt Ihre Ausführungen. Ein einzelnes Land kann in diesem globalen Kontext nicht viel machen. Das Werben um Werksansiedlungen und die Vergabe von Subventionen muss aufhören. Hier schneiden sich alle Staaten nur ins eigene Fleisch. Eine Industrieansiedlung ist heute nicht mehr das, was sie im 19. Jahrhundert war &#8211; ein Werk für die Ewigkeit. Und Konzerne wie Nokia sind vermutlich fast schon gezwungen, an diesem Rad mitzudrehen, weil es die Wettbewerber weltweit auch tun. Nokia kann es nicht egal sein, sollte beispielsweise Samsung ein Werk in China mehr oder weniger geschenkt bekommen. Ein einzelner Fall verändert da schon die Kalkulation einer ganzen Branche. </p>
<p>Vordergründig profitieren die Verbraucher, weil die Konsumgüter immer billiger werden. Tatsächlich aber wird die Preisentwicklung von einem ruinösen Standortwettberb angeheizt, der weder stabile Beschäftigungsverhältnisse, noch funktionierende Sozialsysteme schafft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
