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Tags: Blog, Blogosphäre, Management
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“Gestelzte Messbarkeit der Erfolgsfaktoren”? Na gut, an der Kritik ist schon was dran (abgesehen von der Verlinkung, die sich im Prinzip exakt auszählen lässt!).
Mein Modell werden wir probehalber in blogoscoop einbauen und dann sehen, was die Leute damit machen.
Interessant wird dann werden, ob sich signifikante Korrelationen zwischen messbaren Größen und den Bewertungen im Modell ergeben.
Ich hoffe jedenfalls, dass wir für blogoscoop eine rege Beteiligung bekommen, so dass für eine große Menge von Blogs viel statistisch signifikantes Zahlenmaterial sichtbar wird.
Damit lassen sich dann Hypothesen überhaupt erst richtig prüfen und Modelle operationalisieren bzw. weiterentwickeln.
Hi Matthias,
Die exakt messbare Verlinkung finde ich auch wichtig, aber meine Meinung nach ist das eben als Gradmesser für den Erfolg gut einsetzbar. Weil letztendlich Ziel eines Blogs Öffentlichkeit und damit möglichst weitreichende Vernetzung sein sollte.
Aus dem Grund finde ich Blogoscoop auch so spannend. Man kann empirisch über die Blogeigenschaften an die Sache heran gehen oder statistisch von der Nutzersicht. Nur mit beiden erhält man letztendlich ein vernünftiges Bild, weil sich technische und inhaltliche Aspekte ergänzen. Daher bin ich auch schon sehr auf die ersten Blogoscoop-Ergebnisse gespannt.
Liebe Grüße
I have spotted your comment on runetreview.com – I guess the research we did a year ago might be of interest for you, as well as some later observations posted on our blog.
Would be glad to help, should you have any questions.
Nur ganz knapp, da ich speziell zum Thema Verwendung von Personalpronomen in Unternehmensblogs zur Zeit an einem Artikel arbeite: die Verwendung von 1. + 2. Person gegenüber der 3. Person ist zunächst einmal ein sprachsystemischer Faktor. Will ein Sprecher eine Aussage machen in der er selbst in irgendeiner Form Erwähnung findet, so muss er dies über ein Pronomen der 1. Person tun. Ausnahmen gibt es nur in ganz bestimmten Kontexten, z.B. vor Gericht (“das Gericht befindet den Angeklagten für schuldig”) oder in wissenschaftlichen Aufsätzen (“Wir stellen fest…” in der Arbeit eines einzelnen Autors). Weitere Alternativen sind Passivkonstruktionen ohne Agens (“Es ist erkennbar das…”) oder Konstruktionen mit unbelebten Substitutionsagenten (“Diese Studie belegt…”). Aber “natürlich” ist als Selbstreferenz zunächst nur die 1. Person. Gleiches gilt für die 2. Person: gibt es einen Adressaten für eine Nachricht, so kann dieser nur über ein Personalpronomen der 2. Person angesprochen werden.
Anders gesagt: 1. und 2. Person lassen sich nicht einfach bei Bedarf durch die 3. Person ersetzen. Wenn ich Ihnen einen Brief schreibe und dieser so anfängt:
“Cornelius Puschmann grüßt Nils König. Er fragt sich, wie es Ihm geht?”
…dann ist das nicht sprachlich formeller, sondern sollte Ihnen Anlass geben, an meiner geistigen Gesundheit zu zweifeln.
Was der o.g. Unterschied sehr wohl markiert ist der unterschiedliche _topikale_ Fokus von Blog-Einträgen gegenüber Nachrichten, Gebrauchsanleitungen, Gerichtsurteilen etc. Erstere werde eben ganz klar als Erweiterung der persönlichen Kommunikationsfähigkeit interpretiert (deshalb ja auch die Cluetrain-Metapher “blogs are conversations”), letzere hingegen als situationsunabhängige Schriftdokumente.