Island am Abgrund

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Nach neuesten Meldungen der FAZ, steht nun erstmals ein Staat aufgrund der Finanzkrise am Randes des Bankrotts. Es ist das beschauliche Island, welches noch vor wenigen Monaten als Star der Finanzmärkte, Zukunft der Aluminiumhütten und Land der endlosen Energiereserven geheiligt wurde. Dabei scheint man besonders unvorsichtig an den Finanzmärkten gewesen zu sein. Das Inselchen mit knapp dreihunderttausend Einwohnern ist auch Heimat einer handvoll Banken, die Kredite im Volumen des zwölffachen Bruttoinlandsproduktes (!) in den Büchern zu stehen haben. Die Schätzungen reichen bis zu 100 Milliarden € in den Bilanzen – knapp 300.000€ pro Isländer. Mit €600m ist der Staat bereits seinem größten Geldinsititut Glitnir zur Seite gesprungen, die Bank Landsbanki wurde komplett verstaatlicht und ein 500-Millionen-Kredit für Islands Global Player “Kaupthing” bereitgestellt – eine Reihe von Notstandsgesetzen scheint verabschiedet.

Nun hofft man auf russisches Geld. Von einer Geldspritze in Höhe von mehr als 5 Milliarden Euro ist die Rede, was knapp einem Drittel des Bruttoinlandsproduktes entspräche. Mit Schweden und Norwegen wird über weitere Hilfen verhandelt. Die Isländer selbst geraten in Panik und räumen die Konten. Wie die FAZ schreibt, sind die meisten isländischen Immobilienbesitzer in ausländische Kredite geflüchtet, nachdem die Zentralbank die Zinsen auf über 15% angehoben hatte.  Allein heute verlor die Isländische Krone mehr als ein Viertel ihres Wertes gegenüber dem Euro, womit eben jene Schuldner noch tiefer in die Schulden rutschen. Das dürfte die Panik weiter anheizen.

Wie die Stimmung dort gerade ist kann und mag ich mir kaum vorstellen. Vermutlich kriegt dort heut niemand ein Auge zu. Gangi þér vel, Jungs!

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3 Responses to “Island am Abgrund”

  1. Hey, ich hab deine Seite schnell mit Hilfe von Google entdeckt. Hab jetzt über 1 halbe Stunde auf deiner Seite gebraucht um alles zu lesen.

  2. Jana Wolf on Februar 19th, 2012 at 15:22
  3. Thalia Davina Pfeiffer on Februar 19th, 2012 at 15:44
  4. [...] Wirtschaftsbranchen decken und vor allem die Versorgung einer bestehenden und einer neuen Aluminiumhütte sichern. Daher steht das Projekt in Einklang mit dem Ziel der EU, die Nutzung erneuerbarer [...]

  5. Umweltenergie- und Umweltwaermeblog » Blog-Archiv » Europäische Investitionsbank für Erdwärme on Juni 20th, 2012 at 16:48

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