Der missverstandene Riepl…

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Amateur wireless station

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Thomas Knüwer schreibt aktuell über den verzweifelten Versuch von Journalisten, mit dem Rieplschen Gesetz den Zusammenhalt der Zunft zu stärken. Auch ich habe mich natürlich für meine Dissertation mit der Geschichte der Kommunikation auseinandergesetzt und möchte mich Knüwers Kritik mit folgenden Bemerkungen anschließen:

Riepl war eigentlich schon zu Lebzeiten widerlegt: diverse Techniken, die noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts aktuell waren, sind im Laufe des Jahrhunderts verdrängt oder zumindest substituiert wordenn – das klassische Fernmeldewesen zum Beispiel gibt es schon seit geraumer Zeit nicht mehr, das Fax liegt heutzutage in den letzten Zügen und der Briefverkehr (v.A. zwischen Privathaushalten) hat seit der Einführung von E-Mail so deutlich nachgelassen, dass die Post inzwischen beinahe exotisch anmutende Briefträger-Modelle testet. Welcher Substitutionseffekt könnte denn offensichtlicher sein? Es ist in der Geschichte der Kommunikation bereits häufiger zu Substitution und auch zur kompletten Aufgabe von Technologien gekommen. Riepl war sich in der Tat bewusst, dass beispielsweise die in der Vergangenheit genutzte Kommunikationsform von Rauchzeichen (eine der ältesten Langstrecken-Kommunikationsformen überhaupt) schon längst Geschichte war. Daher ist seine Intention so zu verstehen, dass das grundlegende Kommunikationsbedürfnis sicherlich nicht zu substituieren ist. Es wird auch weiterhin nicht nachlassen, sondern angesichts effizienterer Informationskanäle steigen – weshalb eine gewisse Akkumulation von Kommunikationsweisen nachvollziehbar ist. Aber Kommunikationsformen im Sinne von Übertragungsarten (ob man sie nun Medien nennen möchte oder nicht) ändern sich zwangsläufig. Daher ging es Riepl auch nie darum, die Übertragung von Inhalten infrage zu stellen.

Traurig ist dabei aber, dass sich ausgerechnet Journalisten beschweren. Sie NUTZEN doch das Kommunikationsinstrument Zeitung lediglichund PRODUZIEREN es nicht… Der Beruf des (Zeitungs-)Druckers wird über kurz oder lang aus dem Nachrichtenwesen verschwinden, wie die Postkutscher und die Fernmeldebeamten verschwunden sind. Der Journalist sollte sich hingegen freuen, dass er in der Tat relativ einfach “umsatteln” kann.

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6 Responses to “Der missverstandene Riepl…”

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