Ich bin gerade über eine schöne Visualisierung der weltweit bevorzugten Social Networks gestoßen. Viel Spaß beim stöbern:
Archive for the ‘Web 2.0’ Category
Hola, ¿qué tal?
Freitag, Juni 5th, 2009Wer jetzt nur spanisch versteht ist hier genau richtig. Ich hatte nämlich im April/Mai die Chance das Spanisch-Portal “Hola, ¿qué tal?” zu testen und möchte hier kurz meine Erfahrungen mit dieser schönen Webseite für Spanischschüler aller Stufen zu schildern.
Zu Beginn wird der Kurs einem quasi komplett auf den Leib geschneidert. Nach dem Ausfüllen eines kurzen Fragebogens wird mir der optimale “Lernpfad” vorgeschlagen. Dann kann ich mit verschiedenen Medien online in meinem eigenen Tempo die verschiedenen Lektionen und Stufen meistern. Dabei stehen mir virtuelle Übungen/Lektionen sowie viertelstündige Videos zur Verfügung, welche es einfach machen auch mit kurzen Lernsequenzen schnell voran zu kommen. Demnächst soll es sogar möglich sein, sich auch mit offline-Material weiterzubilden. Das fände ich noch einen schönen Fortschritt, da ich persönlich gern in der Bahn meine Sprachhausaufgaben mache und die dazugehörigen Audioübungen anhöre. Besonders spannend finde ich bei Hola, ¿qué tal?, dass Sprache, Landesgeschichte und Kultur durchgängig miteinander verbunden werden. Im Gegensatz zu den Standard-Volkshochschulbüchern wird also nicht nur eintöniges Restaurant-Spanisch gebüffelt. Bei den Videosequenzen werden beispielsweise kurze Dokumentarfilme oder Interviews mit Muttersprachlern angeboten.
Mir persönlich hat es viel also viel Spaß gemacht, das Portal zu testen. Da ich regelmäßig die Volkshochschule besuche (allerdings für einen Russischkurs), kann ich sagen dass Hola, ¿qué tal? den Spagat von Motivation/Selbstorganisation sehr gut meistert – auch wenn das bei einem Test von einigen Wochen noch keine langfristige Bewertung sein kann. Auf alle Fälle lohnt es sich für alle, die keine Zeit (oder Lust – soll ja vorkommen) für regelmäßige VHS-Besuche haben, Hola, ¿qué tal? mal auszuprobieren. Soweit ich weiß ist ein Probekurs momentan sogar kostenlos.
PS: nicht vergessen – das Hola, ¿qué tal?-Team twittert täglich interessante Vokabeln/Begriffe
Die Woche der (deutschen) Corporate Blogs
Donnerstag, März 26th, 2009IBM hat bereits Anfang des Monats nach kurzer Vorbereitungsphase den Schritt in die deutsche Blogosphäre gewagt hat, und uns das BlueBlog geöffnet. Nun gab es diese Woche gleich zwei weitere deutsche Unternehmen, die Ihre Zelte auf dem Campingplatz der Blogger aufgeschlagen haben. Am Montag eröffnete Opel ein neues Blogkapitel. Nach dem positiv aufgenommenen Blog zum Start des Opel Insignia, der nach erfolgtem Verkaufsstart nun eingestellt wird, übergeben die Insignia-Techniker den Staffelstab an die Astra-Designer. Opel Chefdesigner Uwe Müller heizt schon kräftig die Spannung vor der Weltpremiere auf der IAA an und erntet glatt über 30 Kommentare.
Heut nun hat das zweite Blog der Daimler AG (Disclosure: mein Brötchengeber) das Licht der Blogwelt erblickt: das car2go-Blog. Ein wenig stolz sind wir natürlich schon auf das kleine Brüderchen, welches das Daimler-Blog da bekommen hat. Aber spannend ist vor allem das Konzept, das sich deutlich vom Daimler-Blog unterscheidet. Auf dem car2go-Blog sollen nicht nur Mitarbeiter mitreden dürfen, sondern auch diejenigen, welche die 100 Smarts des Projektes zukünftig durch Ulm steuern.
Damit kann man also vorsichtig resümieren, dass bloggende Unternehmen vom Wert dieser Medien überzeugt sind. Denn für alle drei Firmen ist es jeweils schon das zweite deutsche Blog (denn IBM bloggt mit dem Lotus Blog schon über ein Jahr recht versteckt).
Hoffen wir also, dass der Bann damit so langsam gebrochen ist und warten wir gespannt, was da in den nächsten Tagen und Wochen noch auf uns zugeflogen kommt!
Streisand-Effekt trifft Deutsche Bahn
Dienstag, Februar 3rd, 2009Firmen sind unverbesserlich! (Eigentlich könnte der Post hier aufhören)
Ich arbeite selbst im Social-Media-Bereich für einen Großkonzern und kann wieder einmal nur mit dem Kopf schütteln, wie wenig sensibilisiert die Kommunikationskollegen anderer Unternehmen beim Thema Web 2.0 sind. Vor 78 Minuten (!!!) veröffentlichte Markus Beckedahl auf seinem Blog die Info, dass er von der Deutschen Bahn eine Abmahnung erhalten habe, mit der Aufforderung (unter Androhung von Schadenersatzforderungen) ein “internes Memo zur Mitarbeiter-Rasterfahndung bei der Deutschen Bahn”, welches er zwei Tage zuvor veröffentlicht hatte sofort aus dem Netz zu nehmen. Innerhalb kürzester Zeit (bisher 80 Minuten) haben mindestens sechs weitere Blogs (meins nicht mitgerechnet) sowie einige hundert Twitterer reagiert. Wieviele gerade an einem Beitrag dazu arbeiten möchte ich gar nicht prognostizieren. Den aktuellen Stand der Diskussion kann man gut hier bei Rivva verfolgen.
Damit wird die Deutsche Bahn nun Opfer eines Phänomens, welches Allgemein als Streisand-Effekt bekannt ist. Ein kleines aber unangenehmes Thema im Internet wird erst dadurch publik, dass die betroffene Firma unverhältnismäßig (in der Regel mit rechtlichen Mitteln) reagiert. Was vorher nur eine Handvoll Menschen gelesen hätten, wird somit zum Gesprächthema für Tausende wenn nicht Millionen.
Gerade im Web 2.0 ist die persönliche Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg – unabhängig ob man mit Kunden, Mitarbeitern oder Außenstehenden ‘redet’. Der Knopf mit der Aufschrift “ich-häng-das-an-die-große-Glocke” ist für jeden Bloggern beinahe jederzeit mit einer kleinen Handbewegung erreichbar. Der richtige Ansatz wäre es gewesen, Markus persönlich zu kontaktieren (wobei man dabei dann auch durchaus mögliche Konsequenzen aufzeigen kann). Wenn das nicht weiterhelfen sollte, wäre man gut beraten das Geschehen weiter zu beobachten und parallel eine mögliche Reaktion in eigenen Social Media vorzubereiten – für den Fall dass das Thema doch Wellen schlägt. Diese Medien fehlen der Bahn (abgesehen vom Twitter-Orakel) aber scheinbar. Zu guter Letzt muss man auch mal den Mumm haben, Dinge auszustehen – vor allem wenn man merkt, dass eigene Aktionen das Problem noch verschlimmern könnten. Der Fehler ist ja offensichtlich Bahn-intern geschehen, denn Markus wird das entsprechende PDF ja nicht in Bond-Manier aus dem Bahn-Tower entwendet haben.
Die oberste Strategie muss in jedem Falle heißen “Kühlen Kopf bewahren und sich Konsequenzen bewusst machen!”. Ein vernünftiges Online-Monitoring reicht nicht aus, um potentielle Krisen in den Griff zu bekommen. Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und ein Grundverständnis von “Do’s and Dont’s im Web 2.0″ sind der Schlüssel, um solche Probleme zu meistern.
Eine Übersicht über aktuelle Tweets zum Thema gibt es auf Reetweetist
Die sich immer weiter verlängernde Diskussionen dazu:
Blog-Marketing optimiert
Donnerstag, Dezember 18th, 2008Besser kann eine Marketingabteilung eigentlich kaum agieren. HP merkt, dass sich sein “Dragon” schlecht verkauft. Man spendet 31 von den Notebooks an 31 Top- Blogger, damit diese dann an 31 Tagen die Notebooks an Leser verlosen. Mit einem Einsatz von wenigen tausend Euro erhält man 31 kostenlose Kampagnen, die zusammen 380.000 Links (!) hervorrufen, millionanfach gelesen werden und insgesamt 250.000 Teilnehmer an den verschiedenen Wettbewerben. Glückwunsch HP. Schade nur dass das mit Autos ganz schön ins Geld gehen würde… (obwohl, mit einem Dutzend Smart könnte mans doch versuchen, oder?)
Weil es mir jedesmal bei der Einbindung das Blog zerschießt hier der Link zur zusammenfassenden Präsentation: http://vizedu.com/2008/12/hp-tapped-top-bloggers-for-marketing/
Corporate Twitter
Dienstag, Dezember 16th, 2008Auf dem Daimler-Blog habe ich ja bereits über Twitter-Unternehmensambitionen geschrieben. Urs hat jetzt eine Diskussion für eine allgemeingültige Definition von “Corporate Microblog” gestartet. In Anlehnung an meine Definition eines Corporate Blogs, hier meine Diskussionsanregung:
A corporate microblog is a stream of short messages published through a standard microblogging service such as Twitter on behalf of a company by an individual employee or a group of employees. The publicized content is related to the company and directed to all or selected stakeholders. As well, the company features prominently as the initiator of the content and has the full copyright to all content published. Furthermore, a corporate microblog is updated regularly and used as one of the firm’s permanent online communication channels.
Really Simple Social Media
Dienstag, September 16th, 2008Friendfeed ist ein Dienst der sich als Social Media Aggregator versteht, d.h. Anbieter von Infos im Netz können hier ihre verschiedenen Angebote zusammenführen. Ich als Blog-Betreiber kann dort meinen RSS-Feed einspeisen und zusammen mit den aktuellsten Entwicklungen meiner YouTube-, flickr- und SlideShare-Konten in einer Übersicht darstellen. Von der professionellen Seite betrachtet, bietet sich damit Unternehmen die Möglichkeit, auf einfachste Weise einen Social Media Room als Ergänzung zum traditionellen Newsroom einzurichten. Daimler, Ford und General Motors machen es vor. Lediglich am Design und der Anpassbarkeit von Friendfeed müssen die Entwickler noch arbeiten, dann hat man hier ein preiswertes Werkzeug und einen Vorläufer zum professionellen, eigenen Social Media Room a la GM Europe.
IKEA und das Web 2.0
Donnerstag, September 4th, 2008Spannende IKEA-Marketingkampagne, technisch aufgerüstet: Warte-bis-September.de. Noch gibts einige Macken, aber ich glaube man lernt da in der Marketingabteilung gerade fleißig mit. Erinnert mich ein wenig an Trueman.TV.
DAX heiß auf Wikipedia?
Mittwoch, März 12th, 2008Malte Landwehr hat auf seinem Blog eine sehr spannende Liste von Wikipedia-Manipulationen durch DAX-Konzerne zusammengetragen. Seinen Recherchen zufolge hat schon jedes dritte DAX-Unternehmen umfangreichere Manipulationen betrieben. Wie man dabei vorgegangen ist und wie dreist man zum Teil auf die Reaktionen der Wikipedia-Gemeinde antwortete, findet man hier.


Facebook
XING

