Posts Tagged ‘Finanzkrise’

The credit crunch explained (again)

Freitag, Februar 20th, 2009
  • english
  • german

I realize that the issue can be discussed in about a million different ways. At least this one (by Jonathan Jarvis) is neatly visualized:

The Crisis of Credit Visualized from Jonathan Jarvis on Vimeo

via Spreeblick

Innovativer Indikator für die Finanzkrise

Donnerstag, Oktober 9th, 2008
  • german

Vergleicht man die europäischen Fußballligen mal nicht auf der Basis des sportlichen Potenzials, sondern der Trikotwerbung fällt ins Auge, dass die englische Liga extrem von der Finanzkrise gebeutelt wird. Newcastle’s Sponsor Northern Rock ist inzwischen schon acht Monate in staatlicher Obhut, Manchester United’s Geldgeber AIG seit wenigen Wochen. West Ham United ist gleich doppelt betroffen. Sein Hauptsponsor XL Holidays meldete kürzlich Insolvenz an und seit dieser Woche ist nun auch bekannt, dass Islands Großbankier Bjorgolfur Gudmundsson in finanziellen Schwierigkeiten stecken dürfte. Der zweitreichste Isländer, bis gestern noch Besitzer der “Landsbanki”, ist auch Eigner von Westham. Jegliche Mittel für Transfers sind sofort gestrichen worden, und ob der Club die Saison zu Ende spielen kann, steht noch in den Sternen.
my.commetrics.com
Taugt also die Liste der Premier League Sponsoren als Finanzkrisenindikator? Zumindest hätten wir damit eine bunte Reihe potentieller weiterer Kandidaten für die nächsten Krisenmeldungen:

Samsung (Chelsea), Emirates (Arsenal), Carlsberg (Liverpool), Thomas Cook (Manchester City), Acorns (Aston Villa), bet24 (Blackburn), Reebok (Bolton), Chang (Everton), Garmin (Middlesborough),  oki (Portsmouth), Boylesports (Sunderland), Mansion.com (Tottenham), T-Mobile (W Bromwich), Britannia (Stoke), F&C investments / jjb sports (Wigan)

Island am Abgrund

Dienstag, Oktober 7th, 2008
  • german

Nach neuesten Meldungen der FAZ, steht nun erstmals ein Staat aufgrund der Finanzkrise am Randes des Bankrotts. Es ist das beschauliche Island, welches noch vor wenigen Monaten als Star der Finanzmärkte, Zukunft der Aluminiumhütten und Land der endlosen Energiereserven geheiligt wurde. Dabei scheint man besonders unvorsichtig an den Finanzmärkten gewesen zu sein. Das Inselchen mit knapp dreihunderttausend Einwohnern ist auch Heimat einer handvoll Banken, die Kredite im Volumen des zwölffachen Bruttoinlandsproduktes (!) in den Büchern zu stehen haben. Die Schätzungen reichen bis zu 100 Milliarden € in den Bilanzen – knapp 300.000€ pro Isländer. Mit €600m ist der Staat bereits seinem größten Geldinsititut Glitnir zur Seite gesprungen, die Bank Landsbanki wurde komplett verstaatlicht und ein 500-Millionen-Kredit für Islands Global Player “Kaupthing” bereitgestellt – eine Reihe von Notstandsgesetzen scheint verabschiedet.

Nun hofft man auf russisches Geld. Von einer Geldspritze in Höhe von mehr als 5 Milliarden Euro ist die Rede, was knapp einem Drittel des Bruttoinlandsproduktes entspräche. Mit Schweden und Norwegen wird über weitere Hilfen verhandelt. Die Isländer selbst geraten in Panik und räumen die Konten. Wie die FAZ schreibt, sind die meisten isländischen Immobilienbesitzer in ausländische Kredite geflüchtet, nachdem die Zentralbank die Zinsen auf über 15% angehoben hatte.  Allein heute verlor die Isländische Krone mehr als ein Viertel ihres Wertes gegenüber dem Euro, womit eben jene Schuldner noch tiefer in die Schulden rutschen. Das dürfte die Panik weiter anheizen.

Wie die Stimmung dort gerade ist kann und mag ich mir kaum vorstellen. Vermutlich kriegt dort heut niemand ein Auge zu. Gangi þér vel, Jungs!